Mittwoch, 14. September 2011

aus den Fugen

Mein Leben ist aus den Fugen geraten, das wird mir so langsam klar. Vor einem Jahr starb mein Mann, nach einer verdammt harten Zeit, die geprägt war von seiner Krankheit. Ich war aufs Extremste belastet. Und bin dann auch zusammen gebrochen.

Kam in eine gute Klinik, wo mir wirklich geholfen wurde, rappelte mich wieder auf, erlitt noch so manchen Rückschlag, aber es ging immer weiter und ich wurde stärker.

Und nun muss ich mich mit Krebs auseinander setzen.

Wo stehe ich? Wo will ich hin? Was will ich? Wo bin ich überhaupt? Ich würde lügen, wenn ich jetzt sagte, es geht mir beschissen. Weil es einfach nicht stimmt. Ich gehe meinen Weg, ich habe großes Gottvertrauen und einen guten Arzt, der mir schon einmal sehr geholfen hat. Und eine Freundin an meiner Seite, die weiß, was mich erwartet.

Aber aus den Fugen, das ist etwas, was mir zusetzt. Ich hatte doch immer alles im Griff...

1 gedanken:

Sue hat gesagt…

Liebe Gabi,

das aus den Fugen und das nicht kontrollier- und beherrschbare, ist auch das, was mir am meisten zu schaffen macht.
Dem Lauf ausgeliefert sein, abwarten müssen, nichts aktiv tun zu können, das alles fällt auch mir entsetzlich schwer. War man doch immer ´stark`, für Andere da und eine Stütze. So ein schneller und ungeplanter Seitenwechsel ist schwer zu verkraften und ich kann Dich sehr gut verstehen.

lieben gruss sue